Zeittafel

Deutsches Reich 1933-45

1933

Januar

4.1.

Gespräche über eine gemeinsame Regierungsbildung zwischen Adolf Hitler und Franz von Papen.

21.1.

Deutschnationale Volkspartei entzieht Reichskanzler Schleicher das Vertrauen.

22.1.

SA Aufmarsch vor Zentrale der Kommunistischen Partei, wird von Polizei gesichert.

30.1.

Paul von Hindenburg ernennt Adolf Hitler zum Reichskanzler.

Februar

1.2.

Auf Wunsch Hitlers löst Hindenburg den Reichstag auf.

2.2.

Demonstrationen der KPD werden von Göring untersagt.

4.2.

Die Versammlungs- und Pressefreiheit wird per Notverordnung weiter eingeschränkt.

20.2.

Geheimtreffen Hitlers mit 25 Repräsentanten der Schwerindustrie, des Bergbaus und der Banken. Hitler präsentiert sein politisches Programm, er erhält eine Spende von drei Millionen Reichsmark für den laufenden Reichstagswahlkampf.

23.2.

Wilhelm Pieck fordert auf der letzten KPD-Kundgebung eine Einheitsfront gegen die Hitlerregierung.

27.2.

Reichstagsbrand in Berlin.

28.2.

Hindenburg unterzeichnet "Notverordnung", Grundrechte werden außer Kraft gesetzt, Basis für die Verfolgung von politischen Gegnern.

März

3.3.

Der KPD-Vorsitzende Ernst Thälmann wird verhaftet.

5.3.

Reichstagswahlen: NSDAP erhält 43,8% der Stimmen, Koalitionspartner DNVP 8%, das Zentrum 11,2%, SPD 18,3%, KPD 12,3%.

8.3.

Auf Basis der "Notverordnung" werden die KPD-Sitze im Reichstag annulliert.

13.3.

Joseph Goebbels wird Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda.

20.3.

Errichtung der ersten Konzentrationslager in Dachau und Sachsenhausen.

23.3.

Abstimmung im Beisein von bewaffneten SA- und SS-Einheiten über "Ermächtigungsgesetz", SPD stimmt dagegen.

31.3.

Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich wird erlassen / Auflösung der Länderparlamente.

April

1.4.

Im Deutschen Reich beginnt Boykott jüdischer Geschäfte.

7.4.

Die Reichsregierung verhängt mit dem "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" ein Berufsverbot für jüdische und regimekritische Beamte.

11.4.

Göring wird zum preußischen Ministerpräsidenten erklärt.

21.4.

Rudolf Heß wird zum Stellvertreter Hitlers in der NSDAP ernannt.

Mai

1.5.

Der 1. Mai wird von der Reichsregierung zum „Feiertag der nationalen Arbeit“ ernannt.

2.5.

Polizei, SA und SS besetzen die Einrichtungen des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes.

4.5.

Alle jüdischen Arbeiter und Angestellten bei Behörden werden entlassen

5.5.

Deutsches Reich und Sowjetunion verlängern Friedensvertrag von 1926 in Moskau.

10.5.

NS-Studentenbund veranstaltet öffentliche Verbrennung "undeutschen Schrifttums", Bücherverbrennungen.

Juni

17.6.

Reichsjugendführer Baldur von Schirach werden alle Jugendverbände unterstellt.

21.6.

Stahlhelm Mitglied darf nur noch sein wer der NSDAP angehört.

22.6.

Verbot der SPD.

29.6.

Erneute Vertagung der Abrüstungsgespräche in Genf.

Juli

5.7.

Die Deutsche Volkspartei und die Deutsche Zentrumspartei lösen sich auf.

7.7.

Sämtliche Mandate der SPD im Reichstag und allen anderen Parlamenten werden aufgehoben.

14.7.

"Gesetz gegen die Neubildung von Parteien" wird erlassen.

15.7.

Viermächtepakt zwischen Deutschem Reich, Frankreich, Großbritannien und Italien wird unterzeichnet.

20.7.

Konkordat zwischen dem Deutschen Reich und dem Vatikan.

August

4.8.

Benutzung öffentlicher Bäder wird in Nürnberg für Juden untersagt.

10.8.

Bauhaus-Schule in Berlin wird aufgelöst.

18.8.

Auf der Berliner Funkausstellung wird der "Volksempfänger" vorgestellt.

22.8.

Hitlergruß wird in Industriebetrieben für verbindlich erklärt.

25.8.

In 65 Konzentrationslagern werden ca. 45.000 Häftlinge gefangen gehalten.

September

1.9.

Leni Riefenstahl dreht Dokumentarfilm über Reichsparteitag der NSDAP.

2.9.

Nichtangriffspakt zwischen Italien und Sowjetunion wird geschlossen.

13.9.

Mit Einrichtung des Reichsnährstands wird die Landwirtschaft der staatlichen Kontrolle unterstellt.

21.9.

Gründung des Pfarrernotbundes.


Reichstagsbrandprozess wird in Leipzig eröffnet.

Oktober

1.10.

Erster Eintopfsonntag zugunsten des neu gegründeten Winterhilfswerks findet statt.

3.10.

Österreichischer Bundeskanzler Dollfuß überlebt Attentat.

4.10.

Gesamte Presse in Deutschland wird gleichgeschaltet.

5.10.

Hitler billigt Bau von großen Stadien für die Olympischen Spiele 1936 in Berlin.

15.10.

Grundstein für ersten Monumentalbau der Nationalsozialisten wird gelegt.

26.10.

88 deutsche Schriftsteller unterzeichnen Treuegelöbnis für Hitler.

November

12.11.

Das Deutsche Reich tritt aus dem Völkerbund aus.

13.11.

Die Deutschen Christen fordern die Durchsetzung der Arier-Bestimmungen im Deutschen Reich.

15.11.

Reichskulturkammer wird gegründet.

29.11.

Gründung der Organisation "Kraft durch Freude".

Dezember

1.12.

"Gesetz zur Sicherung der Einheit von Partei und Staat" wird erlassen.

13.12.

Reichspressekammer untersagt Gründung neuer Zeitungen und Zeitschriften für drei Monate.

23.12.

Der Hauptangeklagte im Reichstagsbrandprozess van der Lubbe wird zum Tode verurteilt.

1934

Januar

4.1.

Präsident Roosevelt betont, dass die USA sich nicht in die Geschehnisse in Europa einmischen wird.

19.1.

NSDAP lehnt die Wiederherstellung der Monarchie ab.

24.1.

Beauftragter für die weltanschauliche Schulung der NSDAP und ihrer Belegschaften wird Alfred Rosenberg.

26.1.

Deutsches Reich und Polen schließen Nichtangriffspakt.

30.1.

"Gesetz zum Neuaufbau des Reiches" wird erlassen.

Februar

9.2.

Balkanbündnis (zwischen Griechenland, Jugoslawien, Rumänien, Türkei) wird zur Sicherung der Grenzen geschlossen.

20.2.

Abrüstungsgespräche zwischen Großbritannien und Hitler.

März

12.3.

Verkündung des Ausschluss von Juden aus der Reichswehr.

21.3.

Baustelleneröffnung der Reichsautobahn in München.

28.3.

Die Rundfunkanstalten der Länder werden "gleichgeschaltet".

29.3.

Albert Einstein wird ausgebürgert.

April

4.4.

Verlängerung der Nichtangriffspakte zwischen Sowjetunion und den baltischen Staaten.

20.4.

Ernennung von Heinrich Himmler zum Chef der Gestapo.

24.4.

Errichtung des Volksgerichtshofes.

Mai

2.5.

Schulabgängerinnen werden zu einem unentgeltlichen Haushaltsjahr verpflichtet.

10.5.

Deutsche Emigranten gründen am ersten Jahrestag der Bücherverbrennungen die Freiheitsbibliothek in Paris.

29.5.

Bekennende Kirche entsteht innerhalb der Evangelischen Kirche.

Juni

10.6.

Propagandaministerium unter Goebbels kauft Ullstein-Verlag.

14.6.

Treffen zwischen Hitler und Mussolini in Venedig.

17.6.

Franz von Papen wendet sich gegen die Ziele der Nationalsozialisten. Die Publikation der Rede wird verboten.

23.6.

Großer Propagandaaufwand für Sonnenwendfeier in Berlin – NSDAP will christliche Feiern in den Hintergrund drängen.

30.6.

Hitler lässt Ernst Röhm und weitere Mitglieder der SA verhaften und ermorden.

Juli

9.7.

Reichsführer-SS Heinrich Himmler werden die Konzentrationslager unterstellt.

10.7.

Erich Mühsam stirbt an den Folgen der Misshandlungen im KZ Oranienburg.

20.7.

SS wird zur selbstständigen Organisation erhoben.

25.7.

Engelbert Dollfuß, österreichischer Bundeskanzler wird ermordet.

26.7.

Von Papen wird als Sondergesandter nach Wien versetzt.

August

1.8.

Samstag wird für Mitglieder der Hitlerjugend als schulfreier Tag eingeführt.

2.8.

Hindenburg stirbt; Hitler vereinigt die Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in seiner Person unter dem Titel "Führer und Reichskanzler".

September

18.9.

Sowjetunion wird Mitglied des Völkerbunds.

27.9.

Notwendigkeit eines unabhängigen Österreichs wird von Frankreich, Großbritannien und Italien erklärt.

Oktober

16.10.

Die Bezeichnung „Führer“ wird ausschließlich auf die Person Hitlers festgelegt.


Neue Steuergesetze begünstigen kinderreiche Familien.

November

3.11.

Der Kommunist Erich Weinert wird ausgebürgert.

25.11.

Der Direktor der Berliner Staatsoper Wilhelm Furtwängler, setzt sich für den von der Gesellschaft ausgestoßenen Komponisten Paul Hindemith ein.

Dezember

12.12.

Sportliche Prüfungen werden Pflicht für Studenten.

1935

Januar

3.1.

Die neue Habilitationsordnung erfordert einen Ariernachweis von Habilitanden und deren Ehefrauen.

13.1.

Volksabstimmung im Saargebiet, 91% Zustimmung für Rückkehr ins Reich.

15.1.

Rassen- und Vererbungslehre“ wird fester Unterrichtsbestandteil.

Februar

4.2.

Wegen des Betreibens eines illegalen Rundfunksenders, wird in Prag gegen Otto Strasser ein Strafantrag gestellt.

13.2.

Zur Wehrhaftmachung von Schülern und Studenten richtet das Erziehungsministerium ein Amt für Körperliche Erziehung ein.

21.2.

Bekennende Kirche warnt vor dem von Nationalsozialisten geförderten "Neuheidentum".

26.2.

Adolf Hitler verstößt mit dem Plan einer Luftwaffe als dritte Waffengattung der künftigen Wehrmacht, gegen die Bestimmungen von Versailles.

März

1.3.

Das Saargebiet wird an das Deutsche Reich übergeben.

16.3.

Die allgemeine Wehrpflicht wird wieder eingeführt.

17.3.

Über 700 Pfarrer der Bekennenden Kirche werden verhaftet, darunter Martin Niemöller.

19.3.

Erstmalige Luftschutzübung mit vorgetäuschtem Fliegeralarm und Verdunkelung in Berlin.

22.3.

Beginn der ersten regelmäßigen Fernsehausstrahlungen.

28.3.

Uraufführung des Dokumentarfilms "Triumph des Willens" von Riefenstahl über den Reichsparteitag 1933.

31.3.

Verbot der öffentlichen Berufsausübung für jüdische Musiker.


Spezielle Verbände der SS, die sogenannten Totenkopfverbände werden für die Konzentrationslager gebildet.

April

11.4.

Großbritannien, Frankreich und Italien schließen Bündnis gegen die deutsche Aufrüstung.

Mai

2.5.

Beistandspakt (ein Bündnis mit dem Zweck militärisch zu kooperieren) wird zwischen Frankreich und der Sowjetunion geschlossen.

19.5.

Das Autobahnteilstück zwischen Frankfurt (Main) und Darmstadt wird eröffnet.

Juni

8.6.

Bertolt Brecht wird die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen.

18.6.

Das Deutsche Reich und Großbritannien schließen ein Flottenabkommen zur Begrenzung des Kriegsflottenbaus.

21.6.

Karl Barth, Mitglied der Bekennenden Kirche wird der Lehrstuhl an der Bonner Universität entzogen.

23.6.

Im Deutschen Reich finden etwa 25.000 Sonnenwendfeiern unter staatlicher Leitung statt.

26.6.

Einführung der Arbeitsdienstpflicht für alle Jugendlichen.

Juli

16.7.

Hanns Kerrl wird zum Minister für kirchliche Angelegenheiten benannt.

22.7.

Untersagung von öffentlichen Auftritten katholischer Jugendorganisationen.

August

2.8.

München erhält den Titel Hauptstadt der Bewegung.

10.8.

Ehen zwischen Juden und Nichtjuden dürfen von Standesämtern nicht mehr geschlossen werden.

18.8.

Freimaurerlogen werden verboten.

September

1.9.

Katholische Bischöfe wenden sich in einem Hirtenbrief gegen die nationalsozialistische Kirchenpolitik.

15.9.

Hitler verkündet die "Nürnberger Gesetze".

24.9.

Kerrl erhält Erlaubnis die evangelischen Landeskirchen aufzulösen und umzuorganisieren.

27.9.

Der erste deutsche U-Boot-Verband nach 1918 wird in den Dienst gestellt.

Oktober

18.10.

Eheschließungen von Personen mit vermeintlichen Erb- oder Ansteckungskrankheiten werden verboten.

19.10.

Das „Reichsinstitut für Geschichte des neuen Deutschlands“ wird eröffnet.

November

1.11.

Zur Ableistung eines einjährigen Militärdienstes tritt der erste Rekrutenjahrgang an.

7.11.

Hitler löst den früheren "Stahlhelm" auf.


Auf Grundlage der „Nürnberger Gesetze“ werden die ersten Urteile gegen Juden wegen „Rassenschande“ verhängt.

15.11.

Anthroposophische Gesellschaft wird verboten und für staatsfeindlich erklärt.

29.11.

Die neu errichtete Deutschlandhalle, mit Platz für über 20.000 Personen, wird in Berlin eingeweiht.

Dezember

8.12.

Der Verband der amerikanischen Leichtathleten beschließt an den Olympischen Spielen in Berlin teilzunehmen, dieser Beschluss schwächt die internationale Boykottbewegung stark.

21.12.

Kurt Tucholsky begeht Selbstmord.

1936

Januar

17.1.

Lebensmittelknappheit wird von Propagandaminister Goebbels als belanglos eingestuft, da „man zur Not auch einmal ohne Butter, nie aber ohne Kanonen auskommen“ könne.

Februar

4.2.

Wilhelm Gustloff wird erschossen.

6.2.

Olympische Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen werden eröffnet.

März

4.3.

Arnold Zweig und Kurt Schumacher wird die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen.

7.3.

Deutsche Truppen marschieren in das entmilitarisierte Rheinland ein.

29.3.

Die Einheitsliste der NSDAP erhält bei der Reichstagswahl nach offiziellen Angaben 99 Prozent der Stimmen.

April

1.4.

Forderung der Vergrößerung der Truppen. Die Heeresgröße hat sich seit 1933 verfünffacht.

18.4.

Der Volksgerichtshof wird für die Rechtsprechung zur letzten Instanz erhoben.

24.4.

Drei Ordens- bzw. Schulungsburgen werden für zukünftiges Führungspersonal der NSDAP errichtet.

Mai

1.5.

Alle Brautpaare erhalten ab sofort eine Ausgabe von Hitlers „Mein Kampf“.

16.5.

Gewaltenteilung (Verteilung der Staatsgewalt auf mehrere Staatsorgane) wird aufgehoben, die einzige Macht im Staat liegt bei Hitler.

24.5.

Emigrierte Kommunisten, Sozialdemokraten und Bürgerliche rufen in Paris zu einer Volksfront gegen das NS-Regime auf.

Juni

17.6.

Heinrich Himmler wird zum Chef der Polizei ernannt.

Juli

11.7.

Durch ein Abkommen zwischen Österreich und dem Deutschen Reich versucht Schuschnigg, die deutsche Reichsregierung zur Anerkennung der österreichischen Souveränität und Unabhängigkeit zu bewegen.

16.7.

Hunderte Berliner Sinti und Roma werden in ein KZ-ähnliches Lager in Berlin-Marzahn eingewiesen.

23.7.

Hitler greift an der Seite Generals Francos in den spanischen Bürgerkrieg ein. Er entsendet die "Legion Condor".

August

1.8.

Eröffnung Olympische Sommerspiele in Berlin.

3.8.

Jesse Owens gewinnt vier Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen in Berlin. Um die Glückwünsche an den schwarzen Sportler zu vermeiden, verlässt Hitler das Stadion.

24.8.

Verlängerung der Wehrdienstzeit von ein auf zwei Jahre.

September

8.9.

Reichsparteitag in Nürnberg, Hitler propagiert den Kampf gegen die Sowjetunion.

20.9.

Ausdehnung der Befugnisse der Gestapo Preußens auf das Deutsche Reich.

Oktober

3.10.

Das erste deutsche Schlachtschiff „Scharnhorst“, nach 1918 läuft, in Wilhelmshaven vom Stapel.

4.10.

Der Übertritt von Juden zum Christentum hat keine Bedeutung für die "Rassenfrage".

25.10.

Deutsches Reich und Italien schließen Vertrag über politische Zusammenarbeit.

November

1.11.

Mussolini verkündet in Mailand die "Achse Berlin-Rom".

5.11.

Für eine Vielzahl von neudefinierten Straftaten wird die Todesstrafe, in einem Entwurf für ein neues Strafrecht, vorgesehen.

23.11.

Der Friedensnobelpreis für 1935 wird dem Kriegsgegner Carl von Ossietzky nachträglich verliehen.

25.11.

Antikominternpakt zwischen dem Deutschen Reich und Japan.

Dezember

1.12.

Die Mitgliedschaft in der Hitler-Jugend ab dem zehnten Lebensjahr wird Pflicht.

2.12.

Thomas Mann wird die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen.

4.12.

Verkürzung der Schulzeit auf 12 Jahre, wegen Verlängerung der Wehrpflicht.

14.12.

Carl von Ossietzky wird die Ausreise zur Annahme des Nobelpreises untersagt.

24.12.

Im Kampf gegen den Kommunismus erklären die katholischen Bischöfe Hitler ihre Unterstützung.

1937

Januar

15.1.

Es wird beschlossen in jedem Reichsgau eine Adolf-Hitler-Schule zur weiteren „Eliteförderung“ zu errichten.

30.1.

Hitler ernennt Albert Speer zum Generalbauinspektor für Berlin.


Deutschen wird die Entgegennahme eines Nobelpreises, von den Nationalsozialisten untersagt.

März

14.3.

In der Enzyklika "Mit brennender Sorge" kritisiert Papst Pius der XI. die NS-Kirchenpolitik.

25.3.

Ankündigung, der ersten Briefmarke mit Hitler-Porträt, des Postministeriums.

April

15.4.

Juden wird das Recht auf Promotion entzogen.

19.4.

Reichsjugendführer Baldur von Schirach verkündet, das über 1 Million Mädchen und Jungen der Hitlerjugend beigetreten sind.

26.4.

Das deutsche Flugzeuggeschwader der "Legion Condor" zerstört in einem dreistündigen Bombenangriff die nordspanische Kleinstadt Guernica.

Mai

8.5.

Im Wettbewerb mit der Pariser Weltausstellung, wird in Düsseldorf die Propagandaschau „Schaffendes Volk“ eröffnet.

24.5.

Heinrich Himmler erhält die volle ministerielle Weisungsbefugnis für die Polizei.

Juni

24.6.

Erlass einer geheimen Weisung zur Kriegsvorbereitung der Armee durch Kriegsminister von Blomberg.

25.6.

Verhaftung von Martin Niemöller.

Juli

3.7.

Der Philosoph Karl Jaspers wird aus seinen Lehrämtern an der Heidelberger Universität entlassen.

19.7.

Eröffnung der Ausstellung "Entartete Kunst" in München.


Das Konzentrationslager Buchenwald wird errichtet.

20.7.

Alle Männer, die nicht zum Militärdienst eingezogen werden, müssen eine Wehrsteuer zahlen.

August

18.8.

Beginn der Aufstellung von Straßenbänken mit Vermerk „Nur für Arier“ in Berlin.

September

6.9.

Beginn des „Reichparteitages der Arbeit“ in Nürnberg.

25.9.

Mussolini kommt zu einem fünftägigen Staatsbesuch nach München.

30.9.

Der Komponist Paul Hindemith gibt sein Amt als Lehrer der Staatlichen Musikhochschule in Berlin auf.

November

5.11.

Hitler legt vor der Wehrmachtsführung seine Annexionspläne für Österreich und die Tschechoslowakei dar.

6.11.

Beitritt Italiens zum Antikominternpakt.

8.11.

Eröffnung der Propagandaausstellung „Der ewige Jude“ durch Goebbels in München.

Dezember

18.12.

Abkommen mit Italien über wirtschaftliche Zusammenarbeit, auch im Kriegsfall.

1938

Januar

1.1.

Der Status „Körperschaften öffentlichen Rechts“ wird den jüdischen Kulturvereinigungen entzogen.

12.1.

Jüdische Zahnärzte werden aus den Krankenkassen ausgeschlossen.

25.1.

Neue Schutzhaftbestimmungen: "Alle volks- und staatsfeindlichen Personen" können sofort verhaftet und in ein KZ verbracht werden.

Februar

4.2.

Joachim von Ribbentrop wird Außenminister. Das Oberkommando der Wehrmacht übernimmt General Keitel. Oberbefehlshaber der Wehrmacht wird Hitler.

12.2.

Hitler erzwingt die Einbeziehung der Nationalsozialisten an der österreichischen Regierung, indem er mit dem Einmarsch der Wehrmacht droht.

15.2.

Einführung des Pflichtjahres für weibliche Arbeitskräfte in der Land- und Hauswirtschaft.

22.2.

Erklärung durch Chamberlain, dass der Völkerbund kleinere Staaten nicht vor Angriffen schützen könne.

27.2.

Eröffnung der Ausstellung „Entartete Kunst“ in Berlin.

März

2.3.

Martin Niemöller wird nach Verbüßung seiner Haftstrafe in das KZ-Sachsenhausen überstellt.

11.3.

Hitler erzwingt den Rücktritt des österreichischen Bundeskanzlers Schuschnigg.

12.3.

Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Österreich.

13.3.

Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich.

15.3.

Vereidigung aller österreichischen Beamten auf Hitler.

27.3.

Die katholischen Bischöfe in Österreich drängen in einem Hirtenbrief für den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich.

April

7.4.

Eröffnung der Autobahn zwischen Wien und Salzburg.

26.4.

Göring ordnet die Anmeldepflicht aller jüdischen Vermögen im In- und Ausland an.

Mai

4.5.

Carl von Ossietzky stirbt während der Gefangenschaft in einem Berliner Sanatorium.

11.5.

Die Rassenlehre der Nationalsozialisten wird von Papst Pius XI. in Rom kritisiert.

26.5.

Das Fundament für die Errichtung des Volkswagenwerks in der Nähe des Dorfs Wolfsburg wird gelegt.

31.5.

"Gesetz über Einziehung entarteter Kunst" wird erlassen. "Entartete Kunst" kann ab sofort entschädigungslos eingezogen werden.

Juni

3.6.

Martin Bormann wird Hitlers Adjutant und Leiter der Privatkanzlei.

Der Psychologe Sigmund Freud emigriert nach London.

22.6.

Um den Bau des Westwalls zu beschleunigen, ordnet Göring Zwangsarbeiterverpflichtungen an.

Juli

6.7.

Speer erhält den Auftrag für den Bau der Volkswagenstadt Wolfsburg.

25.7.

Jüdischen Ärzten wird die Approbation entzogen.

August

2.8.

Richtfest der Neuen Reichskanzlei.

8.8.

Der Bau des ersten KZ in Österreich beginnt im oberösterreichischen Mauthausen.

17.8.

Wenn der Name eines Juden nicht eindeutig als jüdisch erkennbar ist, müssen Männer den Namen "Israel", Frauen den Namen "Sara" als zusätzlichen Vornamen führen.


SS wird als bewaffnete Truppe Hitler direkt untergestellt.

19.8.

Verabschiedung eines Hirtenbriefs katholischer Bischöfe gegen die Antikirchenpolitik des NS-Regimes.

September

1.9.

Italien verbietet Neuansiedlung von Juden und Anordnung der Ausweisung von nach 1918 eingewanderten Juden.

5.9.

Erich Maria Remarque, Bruno Frank und Willy Brandt verlieren ihre deutsche Staatsangehörigkeit.

28.9.

Das Münchner Abkommen zwingt die Tschechoslowakei, das Sudetenland an das Deutsche Reich abzutreten.

Oktober

1.10.

Einmarsch deutscher Truppen in das Sudetenland, in der Tschechoslowakei.

5.10.

Kennzeichnung der Reisepässe von Juden mit einem "J".

28.10.

15.000 polnische und staatenlose Juden werden nach Polen abgeschoben.

November

7.11.

Attentat auf Ernst vom Rath durch Herschel Grynszpan.

9.11.

"Reichspogromnacht"

12.11.

Der jüdischen Bevölkerung wird als "Sühneleistung" eine Vermögensabgabe in Höhe von 20% auferlegt.

15.11.

Jüdische Schülerinnen und Schüler dürfen keine deutschen Schulen mehr besuchen.

23.11.

Einführung der „Nürnberger Gesetze“ in der Freien Stadt Danzig.

Dezember

3.12.

Juden müssen ihre Führerscheine abgeben.

6.12.

Zwischen Deutschland und Frankreich wird ein Nichtangriffspakt unterzeichnet.

14.12.

Der Sicherheitsdienst wird zum alleinigen Abwehrdienst der NSDAP gemacht.

15.12.

Fertigstellung von über 3.000 km des Reichsautobahnnetzes. Die Strecke Berlin-München ist fertig.

16.12.

Frauen erhalten das "Mutterkreuz" für die Geburt von vier Kindern.

22.12.

Chemiker Otto Hahn gelingt erstmals der Nachweis der Kernspaltung.

1939

Januar

14.1.

Mitteilung an die Presse, dass Hitler nur noch als „Führer“ statt als „Führer und Reichskanzler“ zu bezeichnen ist.

19.1.

Walther Funk wird Reichspräsident.

30.1.

Hitler prophezeit in einer Rede vor dem Reichstag die "Vernichtung der jüdischen Rasse".

Februar

14.2.

Das Schlachtschiff „Bismarck“ läuft in Hamburg vom Stapel.

März

1.3.

Nur noch Mitglieder der NSDAP können Beamte werden.

15.3.

Kampflose Besetzung der "Rest-Tschechei".

16.3.

Das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren wird zum Teil des Großdeutschen Reichs erklärt.

23.3.

Angesichts des Drucks gibt Litauen das besetzte Memelgebiet an das Deutsche Reich zurück.

31.3.

Großbritannien und Frankreich versuchen mit einer Garantieerklärung für Polen eine weitere deutsche Expansion einzudämmen.

April

14.4.

Forderung des US-Präsidenten Roosevelts an Hitler und Mussolini für Nichtangriffspakte von 31 europäischen Staaten.

28.4.

Der Nichtangriffspakt mit Polen und das Flottenbegrenzungsabkommen mit Großbritannien werden von Hitler aufgekündigt.

Mai

15.5.

In Ravensbrück wird ein Frauen-KZ errichtet.

19.5.

Schließung eines geheimen Beistandspakts (ein Bündnis mit dem Zweck militärisch zu kooperieren) zwischen Frankreich und Polen.

22.5.

"Stahlpakt" Deutsches Reich und Italien unterzeichnen ein Militärbündnis. Erneuerung der "Achse Berlin-Rom".


Der emigrierte Schriftsteller Ernst Toller nimmt sich das Leben.

31.5.

Nichtangriffspakt zwischen Deutschem Reich und Dänemark.

Juli

4.7.

Kontrolle über die Juden und ihre Auswanderung soll durch das „Reichsbürgergesetz“ und die „Reichsvereinigung der Juden“ verstärkt werden.

August

2.8.

Albert Einstein warnt Roosevelt vor einem möglichen Bau einer Atombombe durch die Deutschen.

23.8.

Unterzeichnung Hitler-Stalin-Pakt.

25.8.

Großbritannien und Polen schließen einen Beistandspakt (Bündnis mit dem Zweck militärisch zu kooperieren) gegen einen möglichen deutschen Angriff.


Befehl Hitlers zum Überfall auf Polen für den nächsten Tag – wegen italienischer Ablehnung zum Kriegseintritt und britischer Beistandsgarantie (Bündnis mit dem Zweck militärisch zu kooperieren) für Polen wird Befehl am Abend widerrufen.

26.8.

Der Reichsparteitag der NSDAP wird abgesagt.

31.8.

Vorgetäuschter Überfall auf Rundfunksender Gleiwitz von als polnische Soldaten verkleideten Angehörigen des deutschen Sicherheitsdiensts.

September

1.9.

Beginn 2. Weltkrieg.


Anordnung Hitlers zur organisierten Ermordung von Kranken unter dem Begriff „Euthanasie“.

3.9.

Kriegserklärung Großbritanniens und Frankreichs an das Deutsche Reich.

13.9.

Warschau wird von deutschen Truppen eingeschlossen.

17.9.

Einmarsch sowjetischer Truppen in Polen.

23.9.

Sigmund Freud stirbt im Londoner Exil.

25.9.

In Kraft treten von neuen Lebensmittelverordnungen: Zuteilung von Nahrungsmitteln durch Lebensmittelkarten.

27.9.

Erstmalige systematische Bombardierung einer Großstadt (Warschau), durch deutsche Flieger.

Oktober

1.10.

Das Reichssicherheitshauptamt wird gebildet. Leiter wird Reinhard Heydrich.

6.10.

Die letzten Teile des polnischen Heers kapitulieren.

17.10.

Angehörige der SS und Polizei werden der allgemeinen Gerichtsbarkeit entzogen.

19.10.

Die französischen Truppen verlassen das Saarland.

26.10.

Erste Zwangsverpflichtungen von Polen zum Arbeitseinsatz im Deutschen Reich.

November

8.11.

Gescheitertes Attentat von Georg Elser auf Hitler.

17.11.

Studenten protestieren gegen die deutsche Besatzung in Prag, dabei werden neun Studenten erschossen.

18.11.

Einführung des "Judensterns" in den von deutschen Truppen besetzten polnischen Gebieten.

1940

Januar

4.1.

Hermann Göring wird Leiter der Kriegswirtschaft.

23.1.

Juden wird der Bezug von Schuhen und Leder verboten.

Februar

13.2.

Das Parteigericht der NSDAP enthebt Julius Streicher aller Parteiämter.

16.2.

Ein britisches Schlachtschiff entert das deutsche Versorgungsschiff "Altmark" mit 300 britischen Kriegsgefangenen an Bord.

22.2.

In Frankreich werden Planungen für eine Intervention in der Sowjetunion zur Zerstörung von Erdölzentren entworfen.

29.2.

Palästina wird von der britischen Mandatsverwaltung in drei Zonen aufgeteilt.

März

8.3.

Polnischen Arbeitern wird der Kontakt mit Deutschen untersagt.

14.3.

Göring ruft zur Metallspendensammlung für die Kriegswirtschaft auf.

April

9.4.

Besetzung Dänemarks und Norwegens durch Deutsche Wehrmacht.

25.4.

Der norwegische König lehnt Verhandlungen mit Deutschland ab, solange Norwegen besetzt ist.

27.4.

Heinrich Himmler befiehlt die Errichtung des KZ Auschwitz.


Himmler ordnet die erste familienweise Deportation von 2.500 deutschen Sinti und Roma in das besetzte Polen an.

30.4.

Das Ghetto Lodz wird errichtet.

Mai

3.5.

Eine allgemeine Verdunkelung für Deutschland zwischen Sonnenuntergang und -aufgang wir angeordnet.

10.5.

Überfall auf Holland, Belgien, Luxemburg und Frankreich durch deutsche Truppen.

11.5.

Churchill beschließt den Beginn des Luftkriegs gegen das Deutsche Reich.

15.5.

Die niederländische Armee kapituliert.

19.5.

Reichsinnenminister Frick verbietet der Zivilbevölkerung den Kontakt mit Kriegsgefangenen.

26.5.

Die Briten ziehen sich in die Küstenstadt Dünkirchen zurück. Von dort findet die Evakuierung von über 300.000 alliierten Soldaten über den Ärmelkanal statt.

28.5.

Der belgische König erklärt die Kapitulation und geht in deutsche Kriegsgefangenschaft.

Juni

5.6.

Die französische Regierung wird umgebildet, General de Gaulle wird in das Kriegsministerium berufen.

6.6.

In Polen wird das deutsche Strafrecht eingeführt. Zahlreiche Vergehen werden nun mit der Todesstrafe belegt.

14.6.

Paris wird kampflos durch deutsche Truppen besetzt.


Die ersten politischen Häftlinge werden in das Konzentrationslager Auschwitz gebracht.

17.6.

Der im Exil lebende Ex-Kaiser Wilhelm II. gratuliert Hitler zur Kapitulation Frankreichs.

18.6.

Hitler bespricht mit Mussolini, die Bedingungen für die französische Kapitulation.

Juli

9.7.

Die evangelische Kirche verurteilt in einer Denkschrift das von Hitler angeordnete "Euthanasieprogramm".

10.7.

Die deutsche Luftwaffe beginnt mit der Bombardierung Südenglands.

August

2.8.

Ein französisches Kriegsgericht verurteilt de Gaulle in Abwesenheit zum Tode.

9.8.

Reichswirtschaftsminister Walther Funk verbietet Juden jeglichen Besitz von Vermögen.

20.8.

Die Bischofskonferenz verbietet katholischen Einrichtungen die Euthanasiemaßnahmen in Heil- und Pflegeanstalten zu unterstützen.

September

5.9.

Der antisemitische Film "Jud Süß" von Veit Harlan wird in Venedig uraufgeführt.

27.9.

Dreimächtepakt: Italien, Deutsches Reich und Japan verpflichten sich zu gegenseitiger Militärhilfe.

Oktober

2.10.

Errichtung "Warschauer-Ghetto".

9.10.

Churchill wird Vorsitzender der britischen Konservativen.

 

15.10.

In New York wird Charlie Chaplins Film "Der große Diktator" uraufgeführt.

November

15.11.

Die deutsche Polizei riegelt das jüdische Ghetto in Warschau mit 400.000 Juden von der Außenwelt ab.

Dezember

18.12.

Hitler unterzeichnet Befehle zur Vorbereitung des Ostfeldzugs. Unternehmen Barbarossa.

1941

Januar

11.1.

Hitler befiehlt die Entsendung deutscher Truppen zur Unterstützung der italienischen Armee in Nordafrika.

13.1.

Martin Bormann verfügt die Umwandlung von Klöstern in staatliche Einrichtungen, u.a. Erziehungsanstalten und Urlaubsheime.

19.1.

Hitler und Mussolini geben ihre bisherige getrennte Kriegsführung auf.

Februar

4.2.

Die Schlachtschiffe "Gneisenau" und "Scharnhorst" gelangen, unbemerkt, in den Atlantik und versenken dort zahlreiche Handelsschiffe der Alliierten.

9.2.

Die Vichy-Regierung liefert die beiden Sozialdemokraten Rudolf Hilferding und Rudolf Breitscheid an Deutschland aus. Hilferding stirbt drei Tage später in Gestapohaft.

12.2.

Generalfeldmarschall Erwin Rommel übernimmt im Afrikafeldzug das Kommando über die Truppen.

22.2.

Der Verkauf von Lebensmitteln an Juden außerhalb des Warschauer Ghettos wird mit Zwangsarbeit bestraft.

März

1.3.

Himmler ordnet die Verpflichtung von Häftlingen aus dem KZ Auschwitz zur Zwangsarbeit für das dortige IG-Farben-Werk an.

17.3.

Hitler ändert die Aufmarschplanung für den Krieg gegen die Sowjetunion. Er will den Angriff von Polen aus starten.

19.3.

Der Exilvorstand der SPD bildet mit anderen sozialistischen Gruppen in Großbritannien eine Exilunion.

22.3.

Die Schlachtschiffe "Gneisenau" und "Scharnhorst" treffen in Brest ein. Auf ihrer Atlantikoperation haben sie insgesamt 22 Schiffe versenkt.

24.3.

Das deutsche Afrika-Korps erobert die libysche Stadt El Agheila.

25.3.

Das "Institut für die Erforschung der Judenfrage" wird eröffnet.

30.3.

Hitler kündigt einen rassenideologischen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion an.

April

6.4.

Angriff auf Jugoslawien und Griechenland durch deutsche Truppen.

9.4.

Die deutsche Armee erobert Saloniki.

10.4.

Im besetzten Zagreb wird der neue Staat Kroatien unter Führung der faschistischen Ustaschabewegung gegründet.

27.4.

Die deutsche Wehrmacht besetzt Athen.

30.4.

Hitler legt den Überfall auf die Sowjetunion auf den 22. Juni fest.

Mai

6.5.

Josef W. Stalin wird Regierungschef der Sowjetunion.

10.5.

Rudolf Heß fliegt nach Schottland um Großbritannien für ein Bündnis zu gewinnen.


Die deutsche Luftwaffe fliegt mit 500 Maschinen einen Großangriff auf London.

13.5.

Hitler sichert Straffreiheit für völkerrechtswiedrige Terrormaßnahmen gegen sowjetische Bevölkerung zu.

20.5.

Deutsche Fallschirmtruppen beginnen mit der Eroberung der Mittelmeerinsel Kreta.

27.5.

Das deutsche "Schlachtschiff "Bismarck" wird im Atlantik von der britischen Flotte versenkt. Es sterben 2.000 Mann.

Juni

6.6.

Anweisung an die Wehrmacht, Politkommissare der Roten Armee ohne Verhandlung zu erschießen.

14.6.

Deutsche Gelder in den USA werden eingefroren, die Schließung der deutschen Konsulate verfügt.

15.6.

Die "Nürnberger Gesetze" werden auf die besetzten Gebiete in Osteuropa ausgedehnt.

22.6.

Angriff auf die Sowjetunion durch deutsche Truppen.


Italien und Rumänien erklären der Sowjetunion den Krieg.

29.6.

Die sowjetische Regierung ruft den "Großen Vaterländischen Krieg" aus.

30.6.

Hitler fährt in das Hauptquartier "Wolfsschanze".

Stalin übernimmt die Leitung des Verteidigungskomitees der Sowjetunion.

Juli

2.7.

Einheiten der SS ermorden in der ukrainischen Stadt Lwiw 7.000 Menschen.

4.7.

Die Kommunistische Partei Jugoslawiens beschließt einen Partisanenkrieg gegen die faschistische Besatzung.

9.7.

In den Kesselschlachten bei Bialystok und Minsk bricht ein Teil der sowjetischen Front zusammen. Über 300.000 Soldaten gehen in deutsche Kriegsgefangenschaft.

10.7.

Mit dem Stab der Partisanenbewegung wird der Widerstand der sowjetischen Bevölkerung gegen die deutsche Besetzung organisiert.

12.7.

Großbritannien und Sowjetunion schließen ein Beistandsabkommen.

16.7.

Deutsche Truppen erobern Smolensk.

21.7.

Deutsche Flugzeuge bombardieren Moskau.

31.7.

Der SS-Gruppenführer Reinhard Heydrich wird beauftragt, die Vernichtung der Juden in West- und Mitteleuropa vorzubereiten.


In Kischinjow ermorden SS-Einheiten 12.000 Juden.

August

3.8.

Der Bischof Graf von Galen bezeichnet in einer Predigt die Massentötung von Geisteskranken als "Ermordung Unschuldiger".

4.8.

Der Reichsarbeitsdienst für Mädchen wird um sechs Monate Kriegshilfsdienst verlängert.

7.8.

Stalin ernennt sich zum Oberbefehlsheber der Roten Armee.

17.8.

Die Wehrmacht nimmt die russischen Städte Narwa und Nowgorod ein.

21.8.

Hitler lehnt die von der Wehrmacht geplante schnelle Eroberung Moskaus zugunsten eines Vorstoßes auf die Krim ab.

23.8.

Charles des Gaulle gründet in London ein "Nationalkomitee für die Befreiung Frankreichs".

28.8.

Auf Befehl Stalins wird der 1932 fertiggestellte Dnepr-Staudamm vor Ankunft der deutschen Armee gesprengt.

September

1.9.

Alle jüdischen Menschen ab 6 Jahren müssen den "Judenstern" sichtbar an ihrer Kleidung tragen.


Juden wird das Verlassen ihres Wohnorts verboten.

3.9.

Erste Tötungen von Juden mit dem Giftgas Zyklon-B im KZ Auschwitz.


Im KZ Sachsenhausen werden sowjetische Kriegsgefangene systematisch ermordet.

8.9.

Leningrad ist von der deutschen Armee eingekesselt, es beginnt eine mehrjährige Belagerung der Stadt.

11.9.

US-Präsident Roosevelt befiehlt der Marine, deutsche und italienische Schiffe in amerikanischen Hoheitsgewässern sofort zu beschießen.

16.9.

OKW-Chef Keitel ordnet an, dass in den besetzten Gebieten für jeden getöteten deutschen Soldaten die Todesstrafe für 50 bis 100 Kommunisten als angemessen gelten müsse.

17.9.

Erstmals Todesstrafen für das Hören ausländischer Sender verhängt.

19.9.

Verordnung zum Tragen eines Judensterns tritt in Kraft.


Die ukrainische Hauptstadt Kiew wird von deutschen Truppen eingenommen.

22.9.

Die britische Regierung lässt alle neu produzierten Panzer direkt in die Sowjetunion transportieren.

27.9.

Heydrich wird zum Reichsprotektor für die besetzte Tschechei ernannt. Einen Tag später verhängt er den Ausnahmezustand.

28.9.

In Babi Jar bei Kiew kommt es nach der Besetzung zu Massakern an Juden. 33.000 Menschen werden ermordet.

Oktober

1.10.

Juden wird die Auswanderung aus dem Reichsgebiet verboten.

14.10.

Erste Anordnungen zur Deportation deutscher Juden werden erteilt.

21.10.

Als Rache für Partisanenangriffe erschießen deutsche Polizeieinheiten in Jugoslawien 9.000 Geiseln.

23.10.

Emigrationsverbot für Juden.

November

13.11.

Sämtliche in jüdischem Privatbesitz befindlichen Schreibmaschinen, Rechenmaschinen, Vervielfältigungsapparate, Fahrräder, Photoapparate und Ferngläser sind zu erfassen und abzuliefern.

15.11.

Die erste Ausgabe der Zeitschrift "Freies Deutschland", von Exilschriftstellern unter der Leitung von Anna Seghers herausgegeben, erscheint in Mexiko.

24.11.

Errichtung KZ Theresienstadt.

Dezember

2.12.

Deutsche Truppen erreichen Moskau, werden von sowjetischen Truppen aufgehalten.

5.12.

Im Vernichtungslager Chelmno, wo LKW mit Vergasungsanlagen stationiert sind, beginnen SS-Mannschaften mit den Massenmorden an Juden.

7.12.

Überfall der Japaner auf den amerikanischen Flottenstützpunkt Pearl Harbor.

8.12.

Kriegseintritt der USA.

11.12.

Kriegserklärung des Deutschen Reiches und Italiens an die USA.

12.12.

Juden wird es untersagt öffentliche Telefonanlagen zu benutzen.

19.12.

Hitler übernimmt die Führung der Armee.

22.12.

Roosevelt und Churchill vereinbaren die Grundlagen für die Vereinten Nationen und bilden einen gemeinsamen Kriegsrat.

29.12.

Die deutschen Truppen müssen sich von der Krim zurückziehen.

1942

Januar

9.1.

Der Roten Armee gelingt es, die deutschen Heeresgruppen Nord und Mitte voneinander zu trennen.

20.1.

Wannsee-Konferenz über die "Endlösung der Judenfrage".

Februar

5.2.

Artur Axmann fordert Kriegseinsatz der Hitlerjugend.

8.2.

Fritz Todt, Reichsminister für Munition und Bewaffnung, kommt ums Leben. Sein Nachfolger wird Albert Speer.

9.2.

Um Treibstoff zu sparen, verbietet das Reichsverkehrsministerium private Fahrten mit dem Auto.

11.2.

15jährige Schüler der höheren Schulen werden als Luftwaffenhelfer rekrutiert.

22.2.

Der Schriftsteller Stefan Zweig nimmt sich das Leben, weil er die Zerstörung Europas für unwiderruflich hält.

25.2.

In den baltischen Staaten und der Ukraine wird die deutsche Gerichtsbarkeit eingeführt.

März

3.3.

Speer wird Beauftragter für Rüstungsfragen.

17.3.

Mit dem ersten Deportationszug nach Belzec beginnt in Polen die systematische Ermordung der Juden.

26.3.

Im Vernichtungslager Auschwitz beginnt die massenweise Ermordung von Juden aus ganz Europa.

28.3.

Lübeck wird als erste deutsche Großstadt durch ein Flächenbombardement der britischen Luftwaffe zerstört.

April

6.4.

Die wöchentliche Brot- und Fleischration wird verringert.

12.4.

Deutsche Einheiten nehmen die jugoslawische Hauptstadt Belgrad ein.

13.4.

Die Wochenarbeitszeit in öffentlichen Verwaltungen wird auf 56 Stunden angehoben.

18.4.

Die Kampfhandlungen in Russland kommen weitgehend zum Erliegen. Der deutsche Nachschub bricht fast völlig zusammen.

20.4.

Frauen werden in Deutschland zur Arbeit in Rüstungsbetrieben verpflichtet.

24.4.

Juden wird es untersagt öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.

26.4.

Der Reichstag spricht Hitler die höchste Rechtsprechung zu. Damit ist der "Führerbefehl" unumstößliches Recht.

Mai

12.5.

In Auschwitz-Birkenau werden 1.500 Menschen vergast.

26.5.

Dietrich Bonhoeffer, einer der Führer der Bekennenden Kirche, spricht mit englischen Kirchenvertretern über Friedensbedingungen.

27.5.

Attentat auf Reichsprotektor Heydrich in Prag.

28.5.

Die Schlacht bei Charkow endet mit der Gefangennahme von 240.000 sowjetischen Soldaten.

30.5.

Der erste "1.000-Bomber-Angriff" trifft die Stadt Köln.

Juni

4.6.

Reichsprotektor Heydrich stirbt an den Folgen des auf ihn verübten Attentats.

10.6.

Als Vergeltungsakt für die Ermordung Heydrichs wird der tschechische Ort Lidice (bei Prag) zerstört. Alle männlichen Einwohner über 15 Jahre werden ermordet.

Juli

3.7.

Erwin Rommel muss die Offensive gegen Al Alamein abbrechen.

15.7.

In Amsterdam beginnt die Deportation von Juden nach Auschwitz-Birkenau.

16.7.

In Paris werden 12.000 Juden zur Deportation verhaftet.


Hitlers Hauptquartier "Werwolf" wird in das ukrainische Winniza verlegt.

18.7.

Das Düsenflugzeug Messerschmitt Me 262 unternimmt seinen ersten Testflug.

22.7.

Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto nach Treblinka beginnt.

August

17.8.

Zahlreiche alliierte Staaten erkennen die vom "Nationalkomitee Freies Frankreich" ausgestellten Pässe an.

20.8.

Präsident des Volksgerichtshofs wird Roland Freisler.

30.8.

Bei Al Alamein startet das deutsche Afrikakorps eine letzte vergebliche Offensive.

September

7.9.

Hitler übernimmt den Oberbefehl über die deutschen Truppen im Kaukasus.

12.9.

Ein deutsches U-Boot versenkt den britischen Truppentransporter "Laconia" mit 1.800 italienischen Kriegsgefangenen an Bord.

Oktober

3.10.

In Peenemünde gelingt der Start einer A4-Rakete. Es handelt sich dabei um die erste Fernrakete der Welt.

18.10.

Hitler ordnet die Ermordung aller gefangengenommenen Soldaten und Zivilisten von gegnerischen Kommandounternehmen an.

November

4.11.

Rommel ordnet gegen den Befehl Hitlers den Rückzug aus Al Alamein an.

8.11.

In Marokko und Algerien landen britische und US-Truppen.

10.11.

Der deutschen 6. Armee unter Generalmajor Friedrich Paulus ist die Einnahme Stalingrads gelungen.

22.11.

Rote Armee schließt die deutsche 6. Armee in Stalingrad mit insgesamt 284.000 Soldaten ein.

23.11.

Erster systematischer Bombenangriff der Briten auf Berlin.

Dezember

7.12.

Die Gestapo verhaftet Jugendliche der "Edelweißpiraten".

12.12.

Mussolini fordert von Hitler die Beendigung des Krieges gegen die Sowjetunion.

1943

Januar

1.1.

Rückzug der Wehrmacht aus dem Kaukasus beginnt.

10.1.

Generaloberst Paulus lehnt die Kapitulation der eingeschlossenen deutschen 6. Armee ab.

14.1.

Beginn Konferenz von Casablanca.

18.1.

Rote Armee bricht deutschen Belagerungsring um Leningrad auf.

21.1.

Die deutschen und italienischen Truppen in Nordafrika ziehen sich nach Tripolis zurück.

25.1.

In Marseille werden 40.000 Menschen zur Deportation verhaftet.


Die deutschen Truppen in Stalingrad werden in zwei Kessel getrennt.

30.1.

SS-Gruppenführer Kaltenbrunner wird Nachfolger des ermordeten Reinhard Heydrich als Chef des Sicherheitsdienstes.

31.1.

Die in Stalingrad eingeschlossene 6. Armee kapituliert.

Februar

2.2.

Kapitulation der letzten Wehrmachtstruppen in Stalingrad, über 100.000 Soldaten gehen in sowjetische Gefangenschaft.

11.2.

Zwangsrekrutierung 15-jähriger als Luftwaffenhelfer.

14.2.

Hitler ordnet für den Rückzug der Wehrmacht im Osten die völlige Zerstörung an.

16.2.

Sowjetische Einheiten beginnen die Eroberung Charkows.

18.2.

Goebbels propagiert in einer Rede im Berliner Sportpalast den "Totalen Krieg".


Mitglieder der Weißen Rose werden verhaftet.

22.2.

Sophie und Hans Scholl (Weiße Rose) werden hingerichtet.

23.2.

Deutsche und italienische Truppen in Nordafrika werden unter Generalfeldmarschall Rommel zur Heeresgruppe Afrika zusammengelegt.

24.2.

Anweisung Hitlers ergeht Befehlsverweigerer der Wehrmacht "auf der Stelle zu erschießen".

März

5.3.

Die Alliierten beginnen mit Bombenangriffen auf das Ruhrgebiet.

9.3.

Rommel wird von seinem Kommando über die Heeresgruppe Afrika entbunden.

13.3.

Das von der Widerstandsgruppe um Oberst von Tresckow geplante Bombenattentat auf Hitler scheitert.

20.3.

Im Atlantik versenken deutsche U-Boote bei der größten Geleitzugschlacht des Kriegs 21 Schiffe der Alliierten.

21.3.

Attentatsversuch auf Hitler durch Oberst Freiherr von Gersdorff während einer Ausstellungseröffnung.

23.3.

Erste Massenvernichtungsaktion von Sinti und Roma im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

April

5.4.

Die Gestapo verhaftet den Theologen Dietrich Bonhoeffer.

14.4.

Stalins ältester Sohn stirbt im Konzentrationslager Sachsenhausen.

19.4.

Aufstand im Warschauer Ghetto.

20.4.

Die Essener Krupp-Werke planen die Errichtung eines Werkes in der Nähe des KZ Auschwitz.

Mai

12.5.

US-Präsident Roosevelt stimmt der Ausweisung der Sudetendeutschen aus der "Tschechei" nach Kriegsende zu.

13.5.

Die deutschen Einheiten in Nordafrika kapitulieren.

16.5.

Der Aufstand im Warschauer Ghetto wird niedergeschlagen, 50.000 Juden sind dabei ums Leben gekommen.

17.5.

Bombenangriffe zerstören die Möhne- und die Edertalsperre, die dadurch ausgelöste Überflutung fordert 1.200 Menschenleben.

24.5.

Großadmiral Dönitz beendet den Einsatz von U-Booten gegen Geleitzüge der Alliierten im Nordatlantik.

Juni

5.6.

1.250 Kinder aus den Niederlanden werden deportiert und im KZ Sobibor vergast.

10.6.

Die Westalliierten beginnen mit einer Bomberoffensive, die Briten bombardieren nachts, die Amerikaner tagsüber Deutschland.

21.6.

Himmler befiehlt die Auflösung aller jüdischen Ghettos in Polen.

28.6.

Bei einem Bombenangriff auf Köln wird der Dom schwer beschädigt.

Juli

1.7.

Juden im Deutschen Reich verlieren sämtlichen Rechtsschutz und werden unter Polizeirecht gestellt.

5.7.

An der Ostfront beginnt die letzte große Offensive der Wehrmacht.

7.7.

Juden im Deutschen Reich werden unter Polizeirecht gestellt.

12.7.

Das Nationalkomitee "Freies Deutschland" wird von Exilvertretern der Kommunistischen Partei Deutschlands in Moskau gebildet.

August

1.8.

Goebbels fordert die nichtkämpfende Zivilbevölkerung in Berlin zur Evakuierung auf.

7.8.

In Hamburg werden im Zuge der "Euthanasie" 500 Patienten deportiert.

24.8.

Himmler wird Reichsinnenministers.


Großbritannien und die USA erkennen das Nationalkomitee de Gaulles in Algier an.

29.8.

Wegen starken Widerstands verhängt die deutsche Militärregierung über Dänemark den Ausnahmezustand.

September

9.9.

Ungarn einigt sich mit den Westmächten auf den Abschluss eines Waffenstillstands.

10.9.

Deutsche Truppen besetzen Rom und die Alpenpässe.

12.9.

Ein deutsches Spezialkommando befreit Mussolini und bringt ihn zu Hitler.

13.9.

Truppen de Gaulles landen auf Korsika.

24.9.

Smolensk wird von der Wehrmacht aufgegeben.

Oktober

5.10.

Die Deutschen räumen die Insel Korsika.

13.10.

Die italienische Regierung erklärt dem Deutschen Reich den Krieg. Die Westmächte erkennen Italien als Verbündeten an.

17.10.

Alliierte und das Deutsche Reich tauschen verletzte Kriegsgefangene aus.

18.10.

In Rom beginnt die Deportation von 1.000 Juden in das KZ Auschwitz.

19.10.

Die Außenminister der Sowjetunion, der USA und Großbritanniens beschließen in Moskau die Verurteilung des NS-Regimes durch einen internationalen Gerichtshof und Gebietsabtretungen des Deutschen Reichs.

28.10.

Hitler stoppt die Räumung der Halbinsel Krim.

November

3.11.

Heinrich Himmler befiehlt die Ermordung von 17.000 jüdischen Zwangsarbeitern in Lublin.

6.11.

Die Rote Armee erobert Kiew.

28.11.

Beginn Konferenz von Teheran.

Dezember

1.12.

Mussolini verordnet die Inhaftierung aller Juden in Italien und ihre Verbringung in Konzentrationslager.

23.12.

Hitler beauftragt Albert Speer mit der Planung zum Wiederaufbau der deutschen Städte.

26.12.

Das deutsche Schlachtschiff "Scharnhorst" wird im Nordmeer versenkt.

1944

Januar

1.1.

Erwin Rommel übernimmt den Oberbefehl über die deutsche Heeresgruppe in Nordfrankreich.

11.1.

Zur Unterdrückung der Oppositionsbewegung werden 400 norwegische Studenten in deutsche Konzentrationslager verbracht.

14.1.

Die Rote Armee beginnt eine Offensive gegen die deutsche Heeresgruppe in Nordrussland.

19.1.

Mit der Verhaftung von Graf von Moltke wird die Widerstandsgruppe "Kreisauer Kreis" zerschlagen.

28.1.

Die über 900 Tage andauernde deutsche Belagerung von Leningrad wird beendet.

Februar

14.2.

Sämtliche Spionage- und Nachrichtendienste werden im Amt "Abwehr" zusammengefasst und Himmler unterstellt.

17.2.

Der Ausbruch der deutschen Truppen aus dem Kessel von Tscherkassy beginnt.

20.2.

Eine großangelegte Luftoffensive der Alliierten gegen deutsche Industrie- und Rüstungseinrichtungen beginnt.

25.2.

Augsburgs Innenstadt wird durch einen Bombenangriff fast völlig zerstört.

März

15.3.

Adolf Eichmann, Leiter "Judenreferat" im Reichssicherheitshauptamt, ordnet Erfassung aller griechischen Juden zur Deportation an.

19.3.

Einheiten der Wehrmacht und SS besetzen Ungarn. Damit beginnt die Verfolgung der ungarischen Juden.

24.3.

In Rom werden 33 deutsche Polizisten getötet, daraufhin werden 335 italienische Geiseln in den Ardeatinischen Höhlen erschossen.

April

8.4.

Der Reichsarbeitsdienst für Mädchen wird auf eineinhalb Jahre verlängert.

19.4.

Die deutsche Luftwaffe bombardiert mit 125 Flugzeugen London.

28.4.

In Auschwitz treffen die ersten aus Ungarn deportierten Juden ein.

Mai

9.5.

33 Kinder der St. Josefspflege in Mulfingen werden nach Auschwitz deportiert.

14.5.

Teile der militärischen Führung erstellen mit Generalfeldmarschall Rommel Pläne zum Putsch gegen Hitler.

Juni

6.6.

In der Normandie beginnt die Landung der alliierten Truppen.

10.6.

Zerstörung der Ortschaft Oradour-sur-Glane und Ermordung von 642 Einwohner durch die SS als Vergeltungsmaßnahme.

19.6.

Sowjetische Partisanen zerstören an 9.600 Stellen die deutschen Eisenbahnnachschubwege.

Juli

20.7.

Attentat auf Hitler durch die Widerstandsgruppe um Stauffenberg misslingt.

23.7.

Die Rote Armee befreit das Vernichtungslager Majdanek bei Lublin in Polen.

31.7.

Den alliierten Kräften gelingt in der Normandie der Durchbruch durch den deutschen Verteidigungsring.

August

1.8.

Beginn des Warschauer Aufstandes.

3.8.

In Auschwitz-Birkenau werden innerhalb von drei Tagen 6.000 Sinti und Roma ermordet.

18.8.

Ernst Thälmann wird im KZ Buchenwald ermordet.

21.8.

USA, China, Großbritannien und Frankreich beschließen die Gründung der UN als Ersatz für den Völkerbund.

24.8.

Rudolf Breitscheid kommt im KZ Buchenwald ums Leben.

September

2.9.

Um den Vormarsch der alliierten Truppen zu stoppen, werden große Gebiete Belgiens und der Niederlande von den Deutschen überflutet.

8.9.

Goerdeler wird vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 2. Februar 1945 hingerichtet.

11.9.

Amerikanische Truppen erreichen nördlich von Trier die deutsche Grenze.

17.9.

Die Alliierten setzen 35.000 Mann hinter der deutschen Westfront in den Niederlanden ab. Die geplante Besetzung von Rheinübergängen schlägt jedoch fehl.

25.9.

Aufstellung des Volkssturms (alle waffenfähigen Männer im Alter von 16-60 Jahren müssen dienen).

28.9.

Im KZ Theresienstadt beginnt die Deportation von 18.000 Juden nach Auschwitz-Birkenau.

Oktober

14.10.

Erwin Rommel begeht - unter Zwang - Selbstmord.

16.10.

Die Rote Armee rückt in Ostpreußen ein.

November

10.11.

In Köln werden 13 Mitglieder der Jugendorganisation "Edelweißpiraten" hingerichtet.

20.11.

Hitler verlässt die "Wolfsschanze" und bezieht den Führerbunker in Berlin.

26.11.

Himmler ordnet die Spurenbeseitigung in Auschwitz an.

1945

Januar

12.1.

Die Rote Armee startet eine neue Gegenoffensive an der deutschen Ostfront.

17.1.

Die deutschen Einheiten in Warschau kapitulieren vor polnischen Truppen.

23.1.

Die Kriegsmarine beginnt die Evakuierung der deutschen Bevölkerung aus Ostpreußen auf dem Seeweg.

24.1.

Himmler wird zum Oberbefehlshaber einer neuen Heeresgruppe ernannt, um den Vormarsch der Roten Armee auf Berlin zu stoppen.

27.1.

Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.

30.1.

Die Versenkung des nationalsozialistischen Passagierdampfers "Wilhelm Gustloff", in der Ostsee fordert den Tod von über 9.000 Menschen.


Hitler ruft zum "Endsieg" auf.

Februar

3.2.

Bei einem Luftangriff der Amerikaner kommen in Berlin 3.000 Menschen ums Leben, unter ihnen Roland Freisler.

4.2.

Stalin, Churchill und Roosevelt treffen sich auf der Konferenz von Jalta, auf der Frankreich als gleichberechtigte Besatzungsmacht anerkannt wird.

10.2.

Die deutsche Besatzung in Budapest kapituliert vor der Roten Armee.

13.2.

Schwerste Luftangriffe auf militärisch bedeutungsloses Dresden, ca. 25.000 Opfer.

26.2.

Himmler ordnet die Einführung von Sonderstandgerichten an.

März

5.3.

Die Wehrmacht beruft alle Jungen des Jahrgangs 1929 zum Kriegsdienst ein.

7.3.

Köln wird von den Alliierten besetzt.

19.3.

Befehl "Verbrannte Erde", Zerstörung der industriellen Anlagen bei Rückzug.

22.3.

Bei Oppenheim setzen amerikanische Einheiten über den Rhein und rücken Richtung Frankfurt (Main) vor.

30.3.

Danzig wird von der Roten Armee erobert.

April

7.4.

Befreiung des Konzentrationslagers Vaihingen durch französische Truppen.

9.4.

Dietrich Bonhoeffer und Wilhelm Canaris werden hingerichtet.

11.4.

Amerikanische Einheiten befreien das KZ Buchenwald.

12.4.

Harry S. Truman wird Nachfolger des plötzlich verstorbenen Roosevelt.

15.4.

50.000 Häftlinge aus den KZs Ravensbrück und Sachsenhausen werden auf einen Todesmarsch nach Westen gezwungen.

16.4.

Rote Armee beginnt Großangriff auf Berlin.

22.4.

Rote Armee dringt in das Stadtgebiet von Berlin ein.

23.4.

Hitler entlässt Hermann Göring aus allen Staats- und Parteiämtern.

24.4.

Das NS-Parteiorgan "Völkischer Beobachter" stellt sein Erscheinen ein.

29.4.

Hitler bestimmt Großadmiral Karl Dönitz zu seinem Nachfolger als Reichspräsident.

30.4.

Hitler begeht Selbstmord im Bunker der Reichskanzlei.

Mai

1.5.

Joseph Goebbels und seine Frau Magda begehen Selbstmord.

2.5.

Mit der Kapitulation der Wehrmachtstruppen enden die Kämpfe in Berlin.

3.5.

Zwei Passagierdampfer, auf denen sich evakuierte Häftlinge aus dem KZ Neuengamme befinden, werden von Bombern versenkt. Von 7.000 Häftlingen können nur 200 gerettet werden.

4.5.

In Dänemark, den Niederlanden und Nordwestdeutschland kapituliert die deutsche Wehrmacht.

6.5.

In Hannover beginnt Kurt Schumacher mit der Wiedergründung von Ortsvereinen der SPD.

7.5.

In Reims unterzeichnen Generaloberst Jodl, Generaladmiral von Friedeburg und General Oxenius die bedingungslose Kapitulation aller deutschen Streitkräfte.

8.5.

Bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reiches.

Stuttgart 1933-45

1933

Januar

31.1.

Fackelzug von SA, SS, Hitlerjugend und "Stahlhelm".

Februar

15.2.

Wahlkampfrede von Adolf Hitler in der Stadthalle, wird durch ein Kabelattentat unterbrochen.

März

2.3.

Rundfunkübertragung einer Hitlerrede wird von SPDlern durch Zwischenrufe gestört.

5.3.

Bei den Reichstagswahlen haben in Stuttgart 84.531 von 290.202 Wahlberechtigten die NSDAP gewählt

10.3.

SA und SS postieren sich vor den jüdischen Kaufhäusern Schocken, Tietz und Kadep und verwehren Kunden den Zutritt.

11.3.

Besetzung der Verlagsgebäude von Süddeutsche Arbeiterzeitung und Schwäbische Tagwacht durch Nationalsozialisten.

15.3.

Einzug von NSDAP-Gauleiter Wilhelm Murr in die Villa Reitzenstein.

20.3.

Verhaftung von Dr. Fritz Bauer, Inhaftierung im KZ Heuberg.


Dr. Karl Strölin erteilt Franz Engelhardt (SPD) und vier weiteren Gemeinderatsmitgliedern der SPD Rathausverbot.

21.3.

Planie wird in Adolf-Hitler-Straße umbenannt.

25.3.

Sondergericht unter Vorsitz von Richter Hermann Cuhorst wird eingerichtet.

31.3.

Gemeinderat wird aufgelöst.

April

1.4.

Eingemeindung Weilimdorf.


Neckarmittelschule wird in Adolf-Hitler-Schule umbenannt.

3.4.

Verhaftung von Wilhelm Bechtle (KPD), Inhaftierung im KZ Heuberg.

13.4.

Im Kaufhaus Schocken explodieren Tränengasbomben.

20.4.

Hohensteinschule in Zuffenhausen wird in Horst-Wessel-Schule umbenannt.

21.4.

Die Technische Hochschule entlässt jüdische Assistenten.

24.4.

Jüdische Nothilfe entsteht.

Mai

1.5.

Eingemeindung Feuerbach und Mühlhausen.

9.5.

Hindenburg und Hitler erhalten die Würde eines Ehrenbürgers der Stadt Stuttgart.


Oberbürgermeister Dr. Karl Lautenschlager geht auf Drängen der Nationalsozialisten in den Ruhestand.

18.5.

Erwin Schoettle (SPD) emigriert in die Schweiz.

Juni

7.6.

Finanzielle Zuschüsse an die Israelitische Religionsgemeinschaft werden eingestellt.

16.6.

Stuttgart hat 416.522 Einwohner, davon 4.876 Juden.

19.6.

Verhaftung von Eugen Bolz (Zentrum).

26.6.

Im ehemaligen kommunistischen Waldheim Sillenbuch wird die erste württembergische Bannführerschule der Hitler-Jugend eröffnet.

30.6.

Auflösung der SPD durch die Nationalsozialisten.

Juli

1.7.

Ernennung von Dr. Karl Strölin zum Oberbürgermeister.

6.7.

Verhaftung von Dr. Kurt Schuhmacher (SPD).

17.7.

Stadtverwaltung verlangt bei Neueinstellungen "Ariernachweis".


Im ehemaligen kommunistischen Waldheim Gaisburg wird die Führerinnenschule des BDM eröffnet.

20.7.

Der Gruß "Heil Hitler" wird für städt. Bedienstete zur Pflicht.

21.7.

Auftakt 15. Deutsches Turnfest.

23.7.

Offizielle Übergabe des neuen Stadions, der Adolf-Hitler-Kampfbahn.

30.7.

Adolf Hitler besucht das Turnfest.

September

1.9.

Siebzehn Ärzten wird wegen ihrer nichtarischen Abstammung die Kassenzulassung entzogen.

Oktober

28.10.

Hitler hält in der Stadthalle eine Rede zur Reichstagswahl.

November

1.11.

Drei jüdische Schüler werden vom Eberhard-Ludwig-Gymnasium verwiesen.

Dezember

18.12.

Reichsführer SS Heinrich Himmler übernimmt das Kommando der Politischen Polizei in Württemberg.

1934

Februar

7.2.

Die evangelischen Jugendverbände schließen sich der Hitlerjugend an.

14.2.

Die städt. Frauenklinik, das städt. Krankenhaus Bad Cannstatt und das Karl-Olga-Krankenhaus werden als Krankenhäuser für Zwangssterilisationen benannt.

23.2.

In der Stadthalle findet die Startveranstaltung für die Organisation "Kraft durch Freude" statt.

24.2.

In der Liederhalle findet der 1. württembergische Gauparteitag statt.

März

24.3.

Heinrich Himmler inspiziert die 13. SS Standarte.

27.3.

Erste Zusammenkunft des Gemeinderats seit dem 21. Dezember 1933.

April

1.4.

Süddeutsche Rundfunk GmbH wird aufgelöst, an ihre Stelle tritt der Reichssender Stuttgart.

20.4.

Hitlers 45. Geburtstag: Abendveranstaltung mit 6.000 Mädchen in der Adolf-Hitler-Kampfbahn.

Mai

23.5.

Am Herdweg 72 wird das neue Dienstgebäude der SA-Brigade 55 eingeweiht.

Juni

23.6.

Sonnenwendfeiern der Hitlerjugend, der SA und SS.

Juli

1.7.

Röhm-Putsch: Der frühere Leiter der pol. Landespolizei Dr. Hermann Mattheiß wird ermordet.

23.7.

Hinrichtung von Erhard Minnich (KPD).

August

7.8.

Trauerfeier für Hindenburg auf Schlossplatz.

Oktober

6.10.

Verhaftung von Landesbischof Wurm.

9.10.

Grundsteinlegung von TWS Gebäude in der Lautenschlagerstraße.

14.10.

Vor der Wohnung von Landesbischof Wurm findet Demonstration statt, mit der Forderung seiner Freilassung.

1935

Januar

28.1.

Joseph Goebbels besucht die württembergische Landesstelle des Reichspropagandaministeriums in Stuttgart.

März

9.3.

In der Stöckachstraße 8 wird HJ-Heim eingeweiht.

14.3.

Verhaftung von Hans Gasparitsch (Widerstandsgruppe G).

19.3.

Adolf Hitler in Stuttgart.


Wilhelm Braun (Oberturnwart beim Turnerbund Feuerbach), Leiter einer sozialistischen Widerstandsgruppe wird verhaftet.

April

17.4.

Jüdische Schule in der Hospitalstraße 36 wird eröffnet.

Juni

17.6.

Die Jahrgänge 1914 und 1915 werden gemustert.

Juli

1.7.

Reichsjugendführer Baldur von Schirach spricht im Hof des Neuen Schlosses zu 20.000 Jungen und Mädchen.

August

27.8.

55 Hitlerjungen treten den Marsch zum Reichsparteitag an.

September

20.9.

NS-Kurier listet die "arischen" Geschäfte in der Königstraße auf.

November

1.11.

Jüdische Sportschule nimmt in der Zeppelinstraße ihre Arbeit auf.

3.11.

Grundsteinlegung für Martinskirche im Eckardtshaldenweg.

19.11.

Anthroposophische Gesellschaft wird verboten.

Dezember

5.12.

Reichsführer SS Heinrich Himmler ist in Stuttgart.

7.12.

Verhaftung von Lilo Herrmann (KPD).

14.12.

NS-Kurier veröffentlicht die Namen "arischer" Zahnärzte mit der Aufforderung "meidet jüdische Zahnärzte".

1936

Januar

2.1.

Verhaftung von Willi Bleicher (KPD-O).

18.1.

Einweihung HJ-Heim Ecke Paulinen- und Tübinger Straße.

23.1.

Karl Ruggaber (SPD) stirbt an Haftfolgen.

27.1.

Kundgebung der schwäbischen Hitlerjugend mit 8.000 Führern und Führerinnen in Rotebühlkaserne.

Februar

13.2.

Roland Freisler (ab 1942 Präsident des Volksgerichtshofs) spricht in der Stadthalle.

März

18.3.

1.500 Hitlerjungen fahren mit 60 Lastwagen durch die Stadt und rufen auf zur Stimmabgabe für Hitler bei den Reichstagswahlen.

29.3.

Reichstagswahlergebnis: 314.438 abgegebene Stimmen, davon 309.819 für die NSDAP.

April

9.4.

Vier Personen werden wegen "Kabelattentat" vom 15.02.1933 verurteilt.

Juni

18.6.

Brautpaare erhalten ab jetzt zur Hochzeit Hitlers Buch "Mein Kampf" geschenkt.

August

11.8.

Kleine Villa Berg wird BDM als "Gauführerinnenschule" überlassen.

24.8.

Juden wird der Zutritt zu Freibädern verboten.

27.8.

Der Stadt Stuttgart wird der Titel "Stadt der Auslandsdeutschen" überreicht.

September

11.9.

1.800 Hitlerjungen und Jungvolkführer fahren zum Nürnberger Reichsparteitag.

November

5.11.

"30 Punkte Programm zur Behandlung der Judenfrage" wird Ratsherrensitzung vorgelegt.


Jüdischen Geschäftsleuten wird die Zulassung zur Weihnachtsmesse verweigert.

Dezember

4.12.

44 NSDAP-Kundgebungen, mit insgesamt 50.000 Menschen.

21.12.

Verhaftung von Helmut Hirsch im Hotel Pelikan.

1937

Januar

1.1.

"Rassepolitisches Amt" wird von Herrenberg nach Stuttgart verlegt.

29.1.

Vertrag für Reichsgartenschau 1939 in Stuttgart wird unterzeichnet.

Februar

3.2.

Erfassung jüdischen Vermögens setzt ein.

März

25.3.

Juden haben auf Frühjahrsmarkt in Untertürkheim keinen Zutritt mehr.

April

1.4.

Eingemeindung Sillenbuch.

Juni

4.6.

Helmut Hirsch wird in Berlin hingerichtet.

25.6.

Cafè Eberhardbau wird "judenfrei" geführt.

Juli

16.7.

Verurteilung von Martin Spies, Widerstandsgruppe Wilhelm Braun.

August

28.8.

Schwabenhalle wird ihrer Bestimmung übergeben.

29.8.

5. Reichstagung der Auslandsdeutschen wird eröffnet.

September

1.9.

Margarete Klinckerfuß stört eine Rede Schirachs, wird anschließend verhaftet und kommt in eine psychiatrische Klinik.

2.9.

Hermann Göring hält Rede in Schwabenhalle.

8.9.

"Arische" Ärzte ergänzen ihre Praxisschilder mit Schriftzug "Deutscher Arzt".

Oktober

8.10.

Reinhold Nägele wird wegen jüdischer Ehefrau aus "Reichskammer der bildenden Künste" ausgeschlossen.


Jüdische Apotheker werden nicht mehr zugelassen.

15.10.

"Arische" Rechtsanwälte führen im Briefkopf ein Erkennungszeichen.

20.10.

Herzog von Windsor und seine Frau besuchen Stuttgart.

1938

März

1.3.

Jüdische Firma Hayum und Schwarz geht in "arischen" Besitz über.

4.3.

Ewald Funke (KPD) wird in Berlin hingerichtet.

24.3.

18 Widerständler werden vom Oberlandesgericht zu Haftstrafen verurteilt, unter ihnen Erich Strobel.

28.3.

Fünf Bibelforscher (Zeugen Jehovas), darunter Rosa Becher werden verurteilt.

30.3.

Freie Waldorfschule wird geschlossen.

April

1.4.

Hitler besucht Stuttgart.

4.4.

Wehrpflichtige der Jahrgänge 1918/1919 werden erfasst.

20.4.

Erste Truppenparade mit Panzern auf Wasen.

30.4.

Kakao- und Schokoladenfabrik Staengel und Ziller wird als NS Musterbetrieb ausgezeichnet.

Juni

2.6.

Bosch-Jugendhilfe wird gestiftet.

13.6.

Feuerwache III wird eingeweiht.

20.6.

Lilo Herrmann (KPD) wird hingerichtet.

September

30.9.

20 jüdische Kassenärzte in Stuttgart verlieren ihre Zulassung.

Oktober

1.10.

In Stuttgart leben noch 3.596 Juden.

15.10.

Letzte Veranstaltung jüdischen Kultusgemeinschaft Stuttgart.

28.10.

Polnische Juden werden verhaftet und abgeschoben.

November

9.11.

Die Stuttgarter und Cannstatter Synagoge werden in Brand gesteckt.

12.11.

Der Besuch von Kinos, Theatern, Oper, Konzerten und sonstigen öffentlichen Veranstaltungen wird Juden verboten.

14.11.

Über 1.000 Juden suchen im amerikanischen Konsulat nach Hilfe.

1939

Januar

10.1.

Gestapo löst katholische Jugend in Hofen auf.

31.1.

Jüdischer Teil Steinhaldenfriedhof wird eröffnet.

Februar

10.2.

Jungmännerverbände werden durch Gestapo aufgehoben.

12.2.

Landesbischof Wurm wendet sich gegen die Einführung eines Weltanschauungsunterricht.

März

10.3.

Juden, die auswandern, müssen eine Abgabe leisten.

April

22.4.

Reichsgartenschau wird eröffnet.

30.4.

Firma Hahn und Kolb wird als NS-Musterbetrieb ausgezeichnet.

August

1.8.

In Stuttgart leben noch 2.093 Juden.

15.8.

Caritaspfarrer Alfons Baumann wird zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt.

23.8.

Die Anwesen Reinsburgstr. 187 und 189 und Bismarckstr. 96 gehen an die Stadt.

September

1.9.

Leutnant Jörg Hartmann fällt in Polen, erster Stuttgarter Gefallener im 2. Weltkrieg.

2.9.

Reichsgartenschau wird beendet.

3.9.

Standesamt hat wegen vieler Nottrauungen am Sonntag geöffnet.

12.9.

Juden müssen sich Luftschutzräume selbst bauen.


Es ist Juden verboten, nach 20 Uhr auf die Straße zu gehen.

23.9.

Juden müssen ihre Rundfunkgeräte im Neuen Schloss abgeben.

Dezember

18.12.

Jüdische Einwohner und Einrichtungen werden in Sonderverzeichnis des städtischen Adressbuch aufgelistet.

30.12.

Jüdische Volksschule meldet 104 Schüler.

1940

Januar

1.1.

In Stuttgart leben noch 1.784 Juden.

26.1.

Oberbürgermeister überreicht Ehrenzeichen für 25-40jährige Dienstzeit, SPDler und Freimaurer werden nicht geehrt.

März

1.3.

Gaststätte Panoramahöhe, Botnanger Steige 18 wird zum HJ-Heim.

14.3.

Eugen Widmaier (KPD) wird im Zuchthaus Ludwigsburg tot aufgefunden.

April

12.4.

Robert-Bosch-Krankenhaus wird eingeweiht.

20.4.

"Mischlinge ersten Grades" und Ehemänner von Jüdinnen werden aus der Wehrmacht entlassen.

Mai

9.5.

Listenmäßige Erfassung aller "Staatsfeinde und asozialen Elemente" wird angeordnet.

Juni

3.6.

Geistliche werden als Erziehungsberechtigte nicht mehr zugelassen.

23.6.

1. Verpflichtung von BDM-Mädchen auf das HJ-Gesetz im Neuen Schloss.

Juli

5.7.

Platz der früheren Cannstatter Synagoge geht in Besitz der Stadt.

19.7.

Landesbischof Wurm protestiert gegen die Mitte 1940 beginnende "Euthanasie".

22.7.

Gestapo durchsucht Pfarrhaus von St. Eberhard nach verbotenen Schriften.

August

19.8.

Lager für bis zu 400 Kriegsgefangene wird auf Platz des städtischen Tiefbauamtes eingerichtet.

25.8.

1. Luftangriff: Schwerpunkt Gaisburg/Untertürkheim.

September

30.9.

Telefonanschlüsse jüdischer Teilnehmer werden gekündigt.

Oktober

2.10.

2. Luftangriff: Schwerpunkt Schloss Solitude.

14.10.

Erweiterung des Kriegsgefangenenlager Gaisburg wird beschlossen.

November

8.11.

3. Luftangriff: Schwerpunkt Gaisburgstraße, Alexanderstraße.

1941

März

20.3.

Das Haus Wermlinstraße 6 und 6a geht an Stadt.

31.3.

Luftschutzbunker beim Gustav-Siegle-Haus ist fertig.

April

7.4.

Im Haus Seestr. 39 wird der "Judenladen" eröffnet.

25.4.

Stadt erwirbt das Anwesen Urbanstr. 41 für Großluftschutzraum.

29.4.

Im Lager Gaisburg sind 1.650 Kriegsgefangene interniert.

Mai

4.5.

HJ-Heim in Uhlbach wird eröffnet.

Juni

19.6.

Dr. Otto Hirsch im KZ Mauthausen umgekommen.

24.6.

36 Luftschutzbauten werden mit Einsatz von 887 Kriegsgefangenen gebaut.

Juli

6.7.

USA-Konsulat wird geschlossen.

26.7.

Polnischen Arbeitern wird der Besuch von Bädern untersagt.

August

2.8.

Stuttgarter Infanterieregiment 119 beklagt bis hier 1.000 Gefallene.

September

1.9.

In Stuttgart leben noch 1.316 Juden.

2.9.

Landesbischof Wurm kritisiert die NS-Kirchenpolitik.

27.9.

Frauen wird das Tragen von Männerhosen in der Öffentlichkeit verboten.

29.9.

Stadt vermietet Anwesen Gerokstr. 29 an NSDAP für Biologie und Rassenkunde-Institut.

30.9.

Sütterlinschrift wird durch Normalschrift abgelöst.

November

17.11.

Juden, die deportiert werden, müssen hierfür 57,65 Reichsmark zahlen.

18.11.

Erlass der Gestapo Stuttgart zur Deportation von 1.000 Juden nach Riga.

27.11.

Killesberghallen werden zum "Sammellager" für die Deportation am 1. Dezember.


Im "Sammellager" wird das Vermögen der Juden eingezogen, zuständig ist das Finanzamt.

Dezember

1.12.

Deportation von über 1.000 Juden nach Riga.

1942

Februar

13.2.

Auf dem Pragfriedhof werden 66 Urnen von Euthanasieopfern beigesetzt.


Juden dürfen keine Zeitungen mehr kaufen.

März

12.3.

Dr. h.c. Robert Bosch stirbt.

26.3.

1.840 Juden, darunter Juden aus Stuttgart, werden in Bikerniki erschossen.

April

1.4.

Eingemeindung von Birkach, Möhringen, Stammheim, Plieningen und Vaihingen.

3.4.

Von Juden bewohnte Wohnungen werden mit "Gelbem Stern" markiert.

26.4.

278 Juden werden nach Izbica deportiert und umgebracht.

Mai

1.5.

Juden dürfen keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr benutzen.

5.5.

4. Luftangriff: Schwerpunkt Zuffenhausen, Bad Cannstatt.

6.5.

5. Luftangriff: Schwerpunkt Kräherwald.

Juni

8.6.

Verlobte von gefallenen Soldaten können eine Namensänderung beantragen.

10.6.

Schließung der jüdischen Schule.

Juli

7.7.

49 Juden werden nach Auschwitz deportiert.


Die jüdische Schule in Stuttgart wird geschlossen.

August

2.8.

Erlass der Gestapo Stuttgart zur Deportation von Juden nach Theresienstadt am 22.08.

18.8.

Über 900 Juden werden nach Theresienstadt deportiert.

29.8.

21jährige Frau wird hingerichtet wegen "landesverräterischer Feindbegünstigung".


6. Luftangriff: Schwerpunkt Brauerei Dinkelacker.

November

22.11.

Gestapo gibt bekannt Vermögen von 26 Juden in den letzten vier Monaten eingezogen zu haben.


7. Luftangriff: Schwerpunkt Vaihingen, Rohr, Möhringen, Hauptbahnhof.

27.11.

In Stuttgart leben noch 360 Juden.

1943

Januar

1.1.

Jakob Kraus (KPD) im Polizeigefängnis Büchsenstraße umgekommen.

Februar

16.2.

27 Juden werden nach Auschwitz deportiert.

März

1.3.

Eugen Grimminger (Weiße Rose) wird verhaftet.

2.3.

Alfred Strobel (Widerständler) stirbt im KZ Dachau.

11.3.

8. Luftangriff: Schwerpunkt Vaihingen, südliches Stadtgebiet, Kaltental.

15.3.

234 Sinti und Roma aus Württemberg werden ins Vernichtungslager nach Auschwitz deportiert.

April

15.4.

19 Stuttgarter Juden werden nach Theresienstadt deportiert.


9. Luftangriff: Schwerpunkt Bad Cannstatt, Münster, Mühlhausen.

17.4.

35 Hinrichtungen, darunter vier französische Widerstandskämpfer.


10. Luftangriff: Schwerpunkt Rosenbergstraße über dem Rosenbergplatz.

Juni

1.6.

Israelitische Kultusvereinigung Württemberg und Hohenzollern wird aufgelöst.

17.6.

22 Juden werden nach Auschwitz und Theresienstadt deportiert.

24.6.

Philosophieprofessor Kurt Huber (Weiße Rose) wird in München hingerichtet.

Juli

21.7.

Dr. Paul Collmar (Kreisauer Kreis) wird ins KZ Dachau eingewiesen.

26.7.

Im Monat August erscheinen 306 Todesanzeigen von gefallenen Soldaten im NS-Kurier.

September

6.9.

11. Luftangriff: Schwerpunkt Kanzlei-, Breitscheid-, Falkert-, Rosenberg-, Schwabstraße.

7.9.

Stadtpfarrer Wilhelm Lempp wird verhaftet.

Oktober

8.10.

12. Luftangriff: Schwerpunkt Hegelplatz, Liederhalle, Tübinger Straße, Degerloch.

November

8.11.

Hermann Köhler, Direktor Deutsche Bank, hingerichtet wegen "defaitischer Äußerungen".

26.11.

35 Juden werden nach Theresienstadt deportiert.


13. Luftangriff: Schwerpunkt Bad Cannstatt, Untertürkheim, Daimler-Benz-Werke.

1944

Januar

11.1.

In Stuttgart leben noch 220 Juden.

Februar

21.2.

14. Luftangriff: Schwerpunkt Bad Cannstatt, Feuerbach.

25.2.

15. Luftangriff: Schwerpunkt Industriegebiet Pragstraße.

März

2.3.

16. Luftangriff: Schwerpunkt Innenstadt, Neues Schloss, Bad Cannstatt, Viadukt.

15.3.

17. Luftangriff: Schwerpunkt Innenstadt, Akademie, Vaihingen, Möhringen.

Juni

22.6.

Adolf Gerst wird wegen "Wehrkraftzersetzung" hingerichtet.

Juli

16.7.

18. Luftangriff: Schwerpunkt Bad Cannstatt, Winterhalde, Remstal- und Gäubahn.

21.7.

Baurat Albrecht Fischer wird verhaftet, kommt ins KZ Sachsenhausen.


Otto Steinmayer (SPD) wird verhaftet.


19. Luftangriff: Schwerpunkt Zuffenhausen, Hirth-Motorenwerke.

25.7.

20. Luftangriff: Schwerpunkt Stadtzentrum.

26.7.

21. Luftangriff: Schwerpunkt Stadtzentrum.

28.7.

22. Luftangriff: Schwerpunkt Nordbahnhofgegend.

29.7.

Gestapo durchsucht Wohnung von Oberbürgermeister Dr. Strölin.


23. Luftangriff: Schwerpunkt Innenstadt, Feuerbach, Botnang, Ostheim, Gablenberg.

August

10.8.

Zahl der Obdachlosen wird auf rund 100.000 geschätzt.

16.8.

SWISSAIR stellt Flugbetrieb in Echterdingen ein.

September

5.9.

24. Luftangriff: Schwerpunkt Daimler-Benz-Werke, Untertürkheim, Wangen.

10.9.

25. Luftangriff: Schwerpunkt Zuffenhausen, Feuerbach, Stammheim.

12.9.

26. Luftangriff: Schwerpunkt Innenstadt, westlicher Stadtteil.

23.9.

Anton Hummler und Max Wagner (Nationalkomitee Freies Deutschland) hingerichtet.

Oktober

3.10.

27. Luftangriff: Schwerpunkt Fasanengarten bei Weilimdorf.

14.10.

28. Luftangriff: Schwerpunkt Zuffenhausen.

19.10.

29. Luftangriff: Schwerpunkt Bad Cannstatt, Gaisburg.

20.10.

Chordirektor Ewald Huth wird auf Schießstand Dornhalde erschossen.


30. Luftangriff: Schwerpunkt Bad Cannstatt, Gaisburg.

November

5.11.

31. Luftangriff: Schwerpunkt Bad Cannstatt, Münster.


32. Luftangriff: Schwerpunkt Bad Cannstatt, Münster.

21.11.

Jakob Weimar (SPD) nach Gestapo-Verhören gestorben.


33. Luftangriff: Schwerpunkt Südliches Stadtgebiet.

26.11.

Hinrichtung Familie Schlotterbeck und Freunde.


34. Luftangriff: Schwerpunkt Bad Cannstatt, Bahnhof, Postamt.

30.11.

Deportation von Juden nach Wolfenbüttel.

Dezember

4.12.

35. Luftangriff: Schwerpunkt Hofen.

9.12.

36. Luftangriff: Schwerpunkt Bad Cannstatt, Bahnanlagen.

11.12.

37. Luftangriff: Schwerpunkt Untertürkheim.

1945

Januar

4.1.

Dr. Fritz Elsas (DDP/DStP) im KZ Sachsenhausen hingerichtet.

7.1.

38. Luftangriff: Schwerpunkt Feuerbach.

9.1.

Dr. Eugen Gerstenmaier (Kreisauer Kreis) wird zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt.

20.1.

39. Luftangriff: Schwerpunkt Bad Cannstatt, Bahngelände, Deckerstraße.

21.1.

Eugen Bolz (Zentrumspartei) wird in Berlin-Plötzensee hingerichtet.


40. Luftangriff: Schwerpunkt Münster, Hofen.

28.1.

41. Luftangriff: Schwerpunkt Feuerbach, Bosch-Werke.


42. Luftangriff: Schwerpunkt Weilimdorf, Botnang.

Februar

1.2.

Deportation von Juden nach Theresienstadt.


43. Luftangriff: Schwerpunkt Bad Cannstatt, Flandernstraße.

12.2.

Heinrich Baumann (KPD) im KZ Dachau umgekommen.


44. Luftangriff: Schwerpunkt Schwarenbergstraße, Bad Cannstatt.

März

3.3.

45. Luftangriff: Schwerpunkt Panoramastraße, Jägerstraße.

4.3.

46. Luftangriff: Schwerpunkt Bad Cannstatt, westlicher Stadtteil.

9.3.

47. Luftangriff: Schwerpunkt Bad Cannstatt, Bahnanlagen.

17.3.

48. Luftangriff: Schwerpunkt Feuerbach, Fahrionstraße.

25.3.

49. Luftangriff: Schwerpunkt Weilimdorf.


50. Luftangriff: Schwerpunkt Stammheim, Zuffenhausen.

April

1.4.

Letzte Durchsage des Reichssenders Stuttgart.


51. Luftangriff: Schwerpunkt Weilimdorf.

5.4.

Sendeanlage des Reichssenders wird gesprengt.

6.4.

Oberbürgermeister Dr. Strölin lässt alliierte Streitkräfte mitteilen, dass er zur Übergabe der Stadt bereit ist.

10.4.

Else Josenhans wird im "Hotel Silber" erhängt.

19.4.

Kunsthistoriker Dr. Hermann Wurz wird erschossen.


52. Luftangriff: Schwerpunkt Pragstraße.

20.4.

Französische Panzer besetzen ersten Stadtteil Stuttgarts, Plieningen.


NS-Kurier erscheint zum letzten mal.

21.4.

Im Gasthof Ritter übergibt OB Strölin den Franzosen die Stadt.

22.4.

OB Strölin muss sein Amt abgeben und schlägt als Nachfolger Dr. Arnulf Klett vor.

23.4.

In Stuttgart leben noch 266.067 Menschen, darunter 123 Juden.